Aistenthaler Bräu: Hörsching

Am 20. Juni 2009 lädt mich BierIG-Mitglied Erich Dorwekinger zur Besichtigung seiner in der Nähe des Flughafens gelegenen Heimbrauerei ein. Gebraut wird einmal im Monat im Freien, bei Schlechtwetter in der Garage. Die Sudpfanne wurde aus einem aufgeschnittenen 50 l Bierfass hergestellt, auf das ein Aufsatz geschweißt wurde. Die Befeuerung erfolgt durch einen Gasbrenner mit 7,5 KW Heizwert und wird händisch umgerührt. Abgeläutert wird in einem Gefäß mit Senkboden, wobei dann die Würze in ein oben offenes Bierfass rinnt. Nachdem die Würze durchgeronnen ist wird der Maischebottich samt Trebern auf die Sudpfanne gesetzt und rinnt die Vorderwürze samt Anschwänzwasser nochmals durch, wobei in der Sudpfanne bereits mit dem Kochen begonnen wird. Vor Ende der Würzekochung wird die Kühlschlange in die Sudpfanne gegeben und 15 min zur Sterilisierung mitgekocht. Weiters wird eine kochende Würze in ein Rexglas abgefüllt, abgekühlt und dann damit die Hefe angefüttert. Das Brauwasser wird extra aus dem Aschachtal geholt und hat 3,25° deutsche Härte. Einzigartig ist die Schrotmühle mit Kettenantrieb mit der das Pilsener und Münchner Malz von Hans Plohberger zerkleinert wird. Es werden für die 50 Liter 60 g Golding Hopfen und 30 g Perle eingesetzt, wobei die Perle in die Vorderwürze gegeben wird und der Golding nach Bruchbildung sowie 15 min vor Kochende beigemischt wird. Zur Verkostung schenkt uns Erich ein Landbier sowie ein Pils ein, die nicht nur mir, sondern auch meinem Hausherrn und Badewannenbraumeister Eibensteiner ausgezeichnet schmecken. Leider braut Erich nur für sich und seine Freunde einen Haustrunk und wird das Bier nicht verkauft.

 

Erich maischt ein und rührt händisch..

 

Abläutern

 

Entnahme der Würze für die Anfütterung der Hefe.

Die Kühlschlange wird in der Würze mitgekocht.

Statt einem Whirlpool wird eine Pumpe eingesetzt.

Die Schrottmühle mit Kettenantrieb.

 

Erich schenkt uns seine süffigen Biere ein.