Brauerei Attersee: 4864 Attersee, Palmsdorf 17 (ab 2010 nach Trennung Hausbrauerei Kaltenböck)

 

Am 1. Dezember 2006 reise ich mit Badewannenbraumeister Eibensteiner an den Attersee und werden wir in Palmsdorf von Volkher Kaltenböck herzlich empfangen. Volkher ist nach dem Studium in Weihenstephan Dipl.-Ing.Univ. für Brauwesen und Getränketechnologie und hat gemeinsam mit 5 Freunden die Attersee Brauerei gegründet. Die Brauerei ist im Bauernhof seines Vaters untergebracht. Als Maischepfanne dient eine 70 l Gulaschkanone einer Großküche, die mit einem Aufbau versehen wurde, während die Würze anschließend in einem 160 l Futterdämpfer gekocht wird. Abgeläutert und vergärt wird in eigenen Gefäßen und reift das Bier dann in 2 ZKG Tanks mit je 400 Liter Inhalt. Erwähnenswert ist auch die 2-Walzen Schrotmühle aus dem Jahr 1912. Gebraut wird von den 6 Bierliebhabern hauptsächlich das „Hoangarten Bier“, das in Bügelverschlussflaschen und Fässer abgefüllt wird. Der Vater von Volkher und Herwig betreibt am Bauernhof zum Wochenende auch die „Mostschenke zum Hoangarten“, wo das Bier auch ausgeschenkt wird. Das Hoangarten Bier schmeckt mir ausgezeichnet, da der Mühlviertler Hopfen stark zur Geltung kommt. Am Tag unserer Einkehr schlägt Volkher auch den Bock an, ein mit 5 verschiedenen Malzsorten gebrautes dunkles Bier mit 16° Stammwürze, das meinem Mitreisenden Ernst ausgezeichnet mundet. Dieser Kramperlbock wurde im Jahr 2005 Gesamtsieger aller Kategorien bei der Staatsmeisterschaft in Hallein. Die Brauerei Attersee sieht sich als Träger und Förderer des Kulturgutes vom Attergau und Salzkammergut. Die Gesellschaft zeichnet sich durch Heimattreue, Zielstrebigkeit und Einigkeit im gemeinsamen Schaffen aus. Der Wahlspruch „viribus unitis“ soll stets hoch in Ehren gehalten werden.

Ich kann eine Einkehr in der urigen Mostschenke sehr empfehlen, wo es neben dem süffigen Bier auch Most und eine ausgezeichnete Jause mit eigenen Produkten gibt. Tel. Mostschenke: 07666/7003

www.hoangarten.at

 

 

Volkher vor den Gär- und Lagergefäßen

 

Die Gulaschkanone dient als Maischepfanne.

 

Der Futterdämpfer zum Würze kochen.

 

 

Die alte Schrotmühle, Baujahr 1912.

 

Volkher zapft uns das süffige Hoangarten Bier und Verkostung des Kramperlbock.