Münsterer Braukultur Ökobrauerei Aurolzmünster: 4971 Aurolzmünster, Burgergarten 10

Am 10. März 2007 ist Brautag und lädt mich Mag. Ferdinand Reindl zur Besichtigung seiner Brauerei ein. Die 50 Liter Brauanlage der Fa. Gruber ist im Keller des Wohnhauses aufgestellt und kocht Ferdl während meiner Einkehr die Würze. Ferdl betreibt eine echte Ökobrauerei und hat ihm dafür unser Landeshauptmann 2005 den Oberösterreichischen Umweltpreis verliehen. Im Ökobetrieb wird der Strom großteils selbst mit einer Anlage am Dach erzeugt, erfolgt die Reinigung der Braugefäße ohne Chemie mit 70%igem Alkohol und wird das Regenwasser in einem eigenen Tank aufgefangen und zur Kühlung und Reinigung verwendet. Gebraut wird hauptsächlich Weizenbier in verschiedenen Variationen bzw. auch Dinkelbier, wobei nur Bio-Malz und Hopfendolden verwendet werden. Weiters wird daneben auch noch ein Pilgerbier gebraut, dem Honig und Gewürze beigemengt werden und das zur Stärkung der Pilger des Pilgerweges „Via Nova“ im Gasthaus Brunnbauer in Höhnhart ausgeschenkt wird. Ich verkoste in der Brauerei ein Dinkelbier, das mir sehr schmeckt. Ein mit Gerstenflocken gebrautes Stout hat Ferdl bei meinem letzten Heimbrauerfest mitgebracht und hat dieses damals allen sehr gemundet. Ferdl ist engagiertes Mitglied der BierIG und als Brauer sehr aktiv, z.B. veranstaltet er regelmäßig mit Punschgefäßen ein Schaubrauen in Aurolzmünster oder im Freilichtmuseum Großgmain. In Aurolzmünster wurde bis 1928 auch im Herrschaftlichen Brauhaus gebraut. Es wird nicht mehr gebraut.

 

Die 50 Liter Anlage.

Ferdl misst die Stammwürze mit dem Refraktometer.

Umgerührt wird händisch.

 

Beigabe der selbst angestellten Whyeast-Hefe.

Verkostung des süffigen Dinkel Bieres.