Bründl Bräu: Pregarten

Am Tag des Bieres, 23. April 2011, ist auch Brautag im Bründl Bräu und lädt mich der Hobbybrauer Jürgen Weglehner ein, daran teilzunehmen. Jürgen braut an diesem Tag mit Helfern den 5. Sud und nennt er das Bier geziemend dem Tag „Festbier“. Der 1. Sud wurde bereits im Juli 2010 über offenen Feuer in einem an einem Baum aufgehängten Kessel gebraut. Durch die direkte Befeuerung mit Holz ist, nicht gewollt, ein Rauchbier entstanden. Deshalb wurde später mit Gas befeuert und in einem aufgeschnittenen Bierfass 35 l gebraut. Bei meinem Besuch wird erstmals in einem neu erworbenen 100 l Häfen gebraut, das ebenfalls mit Gas beheizt wird. Neu eingesetzt wird auch ein gebrauchter 150 l Milchtank, der als Maischebottich und Gärgefäß dient. Das Brauwasser wurde früher aus der Bründl Kapelle in St. Oswald geholt, neuerdings aus der Heilquelle Hedwigsbründl in Bad Zell, davon stammt auch der Name der Brauerei. Es wird also mit Heilwasser gebraut und wird Plohberger Malz eingesetzt. Zur Verkostung gibt es für die Brauhelfer und vielen Besucher den letzten Sud aus dem Fass, der „Eisgold“ benannt wurde, da dieser bei Eiseskälte im Feber gebraut wurde. Daneben kann ich auch den vorletzten Spezialsud vom November verkosten, ein vollmundiges süffiges Bier, dem man die 6,2 vol.% alc. sofort ankennt. Beide Biere werden von den Gehilfen und Zuschauern zu Recht ausgezeichnet beurteilt. Als Stärkung wurde für die Gäste eine Kistensau zubereitet, dieses Fleisch passt hervorragend zum Bründl Bräu. Jürgen ist bei seinem neuen Hobby sehr engagiert und bin ich überzeugt, dass das Bründl Bräu bei einer Teilnahme an der Staatsmeisterschaft Preise bekommen wird.

Jürgen maischt den 5. Sud ein.

Ein Prost mit dem Braumeister Jürgen.

Der neue Milchtank

Beim Abläutern gibt es viele Helfer.

Hopfengabe.

Der erste Sud 2010 wurde ein Rauchbier.