1. Dobermannsdorfer Privatbrauerei: Dobermannsdorf

Durch den Bierdeckel " 1. Dobermannsdorfe Privatbrauerei 1993 " im Bierdeckel-Magazin werde ich auf diese Brauerei aufmerksam. Nach mehrmaligen Einladungen reise ich am 27.12.2002 nach Dobermannsdorf, wo traditionell einmal im Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr gebraut wird. Gebraut wird in einem 60 Liter Häfen auf einem Gasherd und werden für das Spezial-Pils 9 kg Malz in 36 l Wasser eingemaischt. Da händisch gebraut wird, werden die zahlreichen Zuschauer und Gäste mangels Rührwerk zum Umrühren aufgefordert. Vor dem Abläutern wird "gelittert", d.h. mit einem 2 l Messbecher nochmals die genaue Menge der Maische festgestellt. Abgeläutert wird sodann mit einem Vorhangstoff in ein Plastikfass. Nach dem Kochen der Würze wird diese nicht sofort abgekühlt, sondern das Häfen abgedichtet und ins Freie gestellt. Es bildet sich hiedurch ein Heißtrubkegel und kann damit schneller abgeseiht werden. Nach Beigabe der Flüssighefe von der Hubertus Brauerei dauert die Gärung ca. 5 Tage, wobei noch eine Nachgärung in der Flasche erfolgt. Da der Brautag auf den "Schlankl-Tag" fällt, haben viele Bierliebhaber, aber auch Weintrinker Zeit und schauen bei der gastfreundlichen Familie Asperger vorbei. Karl zählt diesmal 77-80 Besucher, die insgesamt 62 Liter Bier und 9 Liter Wein trinken. Fritz Huber kocht auf einem Email-Kessel im Freien 6 Sauschädel, die alle zusammen mit 8 kg Brot aufgegessen werden. Leider wird nicht mehr gebraut.

 

         

Fritz und Fredi kochen 6 Sauschädel.