Further Bräu: Linz Urfahr, Further Straße 1

Nachdem Pepi Eckerstorfer früher etliche Eimer Most gepresst hat, ist er nun nach Pensionsantritt auf das Bierbrauen umgestiegen. Pepi hat sich allerdings bereits seit einigen Jahren mit der Herstellung einer Heimbrauanlage beschäftigt und hat nun selbst eine Anlage gebastelt, auf der er im Juni 2008 den Braubetrieb aufgenommen hat. Sowohl die 50 Liter Sudpfanne als auch der Läuterbottich und das Gärgefäß wurden aus Bierfässern zusammen geschweißt. Da Pepi alleine braut, wird die Sudpfanne mit einem Kran zum Läuterbottich hochgehoben. Daneben ist auch ein eigenes Gefäß für das Nachschwänzwasser situiert. Die Vergärung und Lagerung erfolgt in der Kühltruhe. Das Wasser wird extra aus Oberbairing im Mühlviertel geholt. Abgefüllt wird das fertige Bier in Bügelverschlussflaschen und Fässer. Am 27. Juni 2008 bin ich erstmals zu der in der Nähe des Pleschinger See gelegenen Brauerei geradelt und hat mir Pepi den erst 2. Sud verkosten lassen. Dieses Bier hat mir sehr geschmeckt und hat die nachträgliche Untersuchung ergeben, dass es hoch vergoren und mit einer Stammwürze von 14,15 mas% bzw. 6.3 vol% alc. sehr stark war, was ich beim Radeln gespürt habe. Am 5. September 2008 hat Pepi einige Urfahraner/Mühlviertler Heimbrauer eingeladen und wurden wir mit dänischen Heringen und österreichischen Forellen bewirtet, die Pepi in einem umgebauten Geschirrspüler selbst geselcht hat. Zu diesem Anlass hat Pepi auch erstmals die von ihm selbst erbaute Radischneidmaschine in Betrieb genommen. Wir verkosteten ein Further Pils vom Fass und einen Roten Baron aus der Flasche, die beide allen eingeladenen Heimbrauern vorzüglich gemundet haben. Gattin Traudi ist eine hervorragende Köchin und gab es als Nachspeise einen aus eigenen Gravensteiner Äpfeln gebackenen Strudel. Es freut mich sehr, dass es in meiner Nähe in Linz Urfahr eine weitere Brauerei gibt, leider verkauft Pepi das Bier nicht und braut er es nur für sich als Haustrunk.

 

Die von Pepi selbst gebastelte Anlage mit dem Kran.

 

Die Sudpfanne.

Ein Prost mit Pepi im Sudhaus bei der Einladung im Sommer..

 

Alle Mühlviertler Heimbrauer sind vom Further Bräu begeistert.

Pepi schneidet erstmals einen Radi auf der von ihm erbauten Anlage.

Die Fische selcht Pepi in einem umgebauten Geschirrspüler.