I MAG`s Brauerei: Ried in der Riedmark

Am 14.9.2007 besuche ich die im Keller des Holzhauses von Martin Schwarz untergebrachte Brauerei. Der Name der Brauerei wird von den Anfangsbuchstaben der Vornamen der drei Brauer Martin, Andreas und Gerald abgeleitet. Das erste Mal wurde am Martinstag, dem 11.11.2004 gebraut und wurde die Brauerei seitdem ständig ausgebaut. Die 95 l Sudpfanne war ehemals ein Versuchsgefäß in der Chemie Linz, hat einen Schnabel und wird durch Keramikheizbänder mit Strom beheizt. Derzeit wird bereits an einem neuen 180 l Sudgefäß gearbeitet, um die Brauerei aufzurüsten. Das Rührwerk mit einem Motor wird extra aufgesetzt. Die Maische wird mit einer Kreiselpumpe in den Läuterbottich befördert. Eine solch schnelle Pumpe habe ich noch in keiner Brauerei gesehen. Als Läuterbottich dient ein alter Milchtank mit einem Läuterboden, in den 1mm breite Schlitze gelasert wurden. Selbst zusammen gebaut wurde auch der dreistufige Plattenkühler. In den ersten beiden Stufen wird er mit Leitungswasser und in der dritten Stufe mit 0°C Sole im Gegenstrom betrieben.  Die Vergärung erfolgt in einer Plastiktonne, die in eine temperaturgeregelte Gärzelle geschoben wird. Vor der offenen Hauptgärung wird ein kleiner Teil der Würze eingefroren, welche vor der Abfüllung in Flaschen wieder zugegeben wird um den nötigen Kohlensäuregehalt zu erlangen. Während der Besichtigung wird ein Weizenbier gebraut und verkosten wir ein am 16. Juli eingelagertes Märzen mit ca. 5.5 Vol % Alk., das uns ausgezeichnet schmeckt. Martin ist gelernter Molker und Käser und arbeitet gerne mit Lebensmitteln. Gebraut wird immer gemeinsam, wobei es eine Arbeitsteilung nur bei der Füllerei gibt, da Martin die Flaschen wäscht, Andreas abfüllt und Gerald zustoppelt. Das Bier wird nur für den Haustrunk gebraut und ist schade, dass es nicht öffentlich verkauft wird.

Am 29.August 2008 werde ich zu einem Sommerfest eingeladen und wurde die Brauerei zwischenzeitig enorm aufgerüstet. Gebraut wird nun in einer neu gebastelten 200 Liter Sudpfanne. Neu und einzigartig ist auch die Betonmischmaschine, die angeschafft wurde, um darin das Malz mit Wasser zu besprühen und zu konditionieren, damit nach dem Mahlen die Spelzen grob erhalten bleiben und leichter abgeläutert werden kann. Es gibt nun auch eine neue Steuerung, die den Arbeitsablauf erleichtert und eine Abluftanlage im Sudhaus. Im Sudhaus kann nun auch direkt gezapft werden. Am 20. September 2013 brauen meine Mühlviertler Bierfreunde das Festbier für mein Heimbrauerfest und kann ich einige Stunden beim Brauen dabei sein.

 

     

2013 wird das Festbier für mein Heimbrauerfest gebraut.

 

Martin, Gerald und Andreas und die alte Sudpfanne.

 

 

Die leistungsfähige Pumpe.

Der Plattenkühler.

Gerald mit dem gelaserten Läuterboden.

Ein Prost mit den 3 Brauern.

Die neue Sudpfanne.

Mit der Mischmaschine wird das Malz vor dem Schrotten konditioniert.