Katakomben Bräu: Kloster Pulgarn

Am 8.3.2013 werde ich zusammen mit anderen Mühlviertler Heimbrauern zur Besichtigung und Verkostung der im Kloster Pulgarn eingerichteten Hobbybrauerei eingeladen. Das säkularisierte Kloster Pulgarn wurde 1837 vom Stift St. Florian ersteigert und der Braubetrieb der im Kloster untergebrachten „Gutsbrauerei Pulgarn“ im Jahre 1890 eingestellt. Im ehemaligen Rossstall des Meiereigebäudes hat Wolfgang Bründlinger neben anderen Hobbytätigkeiten vor 6 Jahren das Bierbrauen begonnen. Er hat hiezu von der Fachhochschule Braunau eine von Schülern gebaute (Ingenieursarbeit) Brauanlage ersteigert, die er teilweise adaptieren und auf den letzten Stand bringen musste. Diese fahrbare Anlage besteht aus einer 75 Liter Sudpfanne mit Rührwerk, einem Läutergefäß sowie einem 150 L Gärbottich mit Kühlkompressor. Zum Schrotten wird eine Aristarco Kaffeemühle verwendet und erfolgt die Lagerung des Bieres in Fässern. Gebraut wird mit Gersten-, Karamell- und dunklem Roggenmalz nur 1 Standardbier mit 13° Plato, ein bräunliches süffiges Bier, das alle Heimbrauer ausgezeichnet loben. Der Name der Brauerei wird von den alten Gemäuern der Nebenräume des Klosters abgeleitet. Das hierin gebraute Bier wird leider nicht verkauft, sondern von Wolfgang und seinem Mitbrauer Hermann Hofstadler als Haustrunk genossen. Das süffige Bier wird uns von einem im Kühlschrank stehenden Fass über eine Anlage in alte Gläser zur Verkostung gezapft. Ich habe auch die alte Klosterkirche besichtigen können, wo alte Fresken aus dem Jahr 1320 erhalten sind und wo der Probst des Stiftes St. Florian noch 1 x im Monat eine Messe liest.

 

  

Sudpfanne und Läuterbottich.

Die Heimbrauer Wolfgang und Hermann.

 

  

 Schroten mit der Kaffeemühle.

 

 

   

Wolfgang zapft sein süffiges Bier.

 

 

Den angereisten Mühlviertler Heimbrauern mundet das Bier nach der Brauereibesichtigung.

Als Unterlage jausnen wir Mühlviertler Speck.

 

In diesem Trakt war die Gutsbauerei Pulgarn untergebracht, die Malztenne ist noch erhalten.

 

 

Der Original-Flügelaltar ist nicht vor Ort und wird im Linzer Schlossmuseum ausgestellt.

Die Fresken aus dem Jahr 1320.