Reinthaler Bräu: Pucking

Am 1.10.2011 werde ich von Franz Seimayr in die zweite in Pucking gelegene Heimbrauerei zur Besichtigung und Verkostung eingeladen. Franz ist durch das Brotbacken zum Bierbrauen angeregt worden und hat vor einem Jahr eine 50 Liter Speidel Anlage erworben, auf der er bisher ein Märzen, Weizen und Pils gebraut hat. Bei dieser Anlage erfolgt das Brauen, Abläutern, Hopfenkochen, Whirlpool und Abkühlen in einem einzigen Kessel und wird das Malz nicht durch ein Rührwerk, sondern durch Umpumpen der Würze ausgewaschen. Um die Maische alleine aus dem Bottich heben zu können wurde ein Seilzug angebracht und will Franz die Anlage noch mit einer Kupferhaube ergänzen, damit nicht so viel verdampft. Ansonsten ist Franz mit der der „Braumeister“-Anlage zufrieden, da es auch die Möglichkeit gibt, einen halben Sud mit 25 l zu produzieren. Schiffbruch hat er zu Beginn erlitten, als er mit einer Viehfuttermühle zu fein geschrotet hat und dadurch eine Verstopfung aufgetreten ist.  Gebraut wird hauptsächlich mit Puckinger Grundwasser, wobei aber auch schon Wasser aus dem eigenen Reichraminger Wald verwendet wurde. Das Bier wird hauptsächlich in 5 l Partydosen abgefüllt und wird künftig in einer Holzhütte ein Verkostungsraum eingerichtet. Wir verkosten ein dunkles Weizen, das uns allen sehr mundet und dem wir nicht ankennen, dass es nur 4,2 % alc. hat. Ich freue mich schon auf die nächste Bierreise nach Pucking, um dann weitere Biere von Franz verkosten zu können. Leider braut Franz nur für sich einen Haustrunk.

 

Im Sudhaus.

  

 

Steine beschweren und verhindern, dass das Flies hinauf schwimmt und sich der Bruch mit Wasser vermischt.

  

Ohne Seilzug geht es nicht.

  

Die Speidel Anlage.  

 

Franz öffnet für uns ein Fass und zapft uns sein süffiges Bier.