ScheckiBräu: 4853 Steinbach/Attersee, Seefeld 71

Am 22.5.2008 suche ich mit Karl Mitterer die direkt am Attersee gelegene Brauerei unseres Arbeitskollegen Mario Scheckenberger auf. Die Brauerei samt Bierstüberl ist in einer nach dem Vorbild einer urigen Almhütte neben dem Wohnhaus erbauten Holzhütte untergebracht. Bei unserer Einkehr braut Mario gerade ein Weizen nach dem Rezept, mit dem er bei der Staatsmeisterschaft der Heimbrauer in Hallein bereits einen Stockerlplatz erreicht hat. Es freut mich heute noch, dass ich damals das Bier für ihn abliefern durfte. Die vom Argus-Bräu erworbene 50 Liter Sudpfanne mit elektrischem Rührwerk ist doppelwandig mit Öl gefüllt und wird mit Starkstrom beheizt. Sie dient gleichzeitig als Maischebottich und Sudpfanne. Das Abläutern der Bierwürze erfolgt durch ein Sieb, welches direkt in die Sudpfanne gehängt wird. Zur Kühlung wird die Würze durch einen Plattenwärmetauscher gepumpt. Nach der Hauptgärung in einer grünen Lagerhaus-Tonne erfolgt die Lagerung weitere 3 Wochen in einem Druckfass, bevor das Bier in Flaschen abgefüllt wird. Die Abfüllung wird manuell in einer eigenen Flaschenabfüllanlage mit Entlüftung und Kohlensäurevorspann durchgeführt. Mario kredenzt uns in seiner urigen Brauhütte ein Kellertrübes, das er mit 4 Malzsorten (Pilsner, Weizen, Münchner, Cara) und Saphir Aromahopfen gebraut hat. Nicht nur dieses Kellertrübe, sondern auch das von mir bisher verkostete Weizen, Pils und der Festbock haben mir ausgezeichnet gemundet. Die ausgezeichnete Qualität dieser Biere hat auch Karl Mitterer als geschulter und täglich damit befasster  Bierverkoster bestätigt. Schade, dass Mario nur für sich einen Haustrunk braut und das Bier nicht erworben werden kann.

Nach einer Wanderung auf die Eisenauer Alm lädt uns Mario am 5.10.2013 zu einer Verkostung in seine Brauhütte ein. Er braut nun seit 2010 auf einer 50 Liter Anlage der Fa. Gruber, mit der er sehr zufrieden ist. Es befindet sich gerade ein „Single Hoped IPA“ in Gärung, dieses wird dann noch nach der Hauptgärung in einem drucklosen Fass 5-7 Tage gestopft, bevor es in der Flasche weiter gärt und reift. Mario`s Ziel beim Brauen ist, viele verschiedene Hopfensorten zu probieren, darunter Hopfen aus Amerika und Neuseeland, vor allem liebt er aber den Citra Hopfen. Mit dem Citra Pils wurde Mario auch 2013 Staatsmeister, er hat bei diesem Celeja Hopfen und im Whirlpool Citra Hopfen eingesetzt. Wir können dieses prämierte Bier verkosten, ebenso ein Weizen, Zirbenbier (Zirben werden in Scheiben geschnitten und in einem Sack 15 min in den Whirlpool gehängt), Honigbock und Baltic Porter (untergärig, 16,5° P, 7,1% alc). Die Bamberger Bierfreunde und Ferdinand/Leonhardi Bräu sind so wie ich wiederum begeistert vom Scheckbräu. Auch diesmal serviert uns Mario nebenbei einen Lärchen- und Zirbenlikör.

Vor der Brauhütte wächst auch Hopfen.

Auf dem neuen Sudwerk von Gruber braut Mario seit 2010.

   

 

 

 

  

Ein Prost mit dem Staatsmeister-Pils 2013.

Unten Fotos der alten Anlage.

Sudpfanne und zugleich Maischebottich.

 

Plattenwärmetauscher und Pumpe.

Das Gärgefäß.

Die Lagerung erfolgt im Fass.

Mario demonstriert die Flaschenabfüllanlage.

Mario schrottet das Malz selbst.

Karl Mitterer prüft auch das Bier unseres Kollegen Mario korrekt streng und ist begeistert.