Achleitner Bräu:  Franz Achleitner 4391 Waldhausen im Strudengau.

 

Am 16.3. 2002 lädt mich Franz zum Brauen auf der neuen Anlage ein. Er hat seine Brauerei nun stationär in einem Container auf dem Grund von Verwandten eingerichtet. Sie besteht aus Sud- und Würzepfanne, einem Maischebottich mit Läuterboden, einem Gärbottich mit Kühlschlangen, einem Behälter für Heißwasser und der CPU-Steuerung. Die Anlage ist auf 75 l ausgelegt, Franz braut aber 120 l. Die Beheizung erfolgt mit Gasbrenner. Das Rührwerk wird von einem Elektromotor angetrieben, das Getriebe stammt von einem Scheibenwischer. Auf dem CPU-Rechner ist das Grundgerüst vorprogrammiert und kann mit 8 Tasten alles eingegeben werden. Ein 486er Computer ergänzt den hohen technischen Stand. Mit lebensmittelechten Pumpen wird die Würze in den Maischebottich und dann wieder zurück zur Würzepfanne gepumpt. Die Gärung erfolgt in einem eigenen Gefäß unter Druck und ist daher im Gegensatz zu früher keine Speisengabe notwendig. Das Bier wird sodann zur Nachgärung in Fässer abgezogen und danach in Flaschen abgefüllt. Im Container ist eine eigene Flaschenfüllanlage mit Druck installiert, sodass die Abfüllung ohne Schaum möglich ist. Abgefüllt wird in Bügelverschluss-Flaschen und auch in Flaschen mit Kronenkorken. Das Wasser hat 2,5 ° deutsche Härte und 10 mg Nitrat. Franz braut hauptsächlich untergäriges Bier und maischt während unser Besichtigung Karamel- und Pilsner Malz ein. Er hat errechnet, dass die Gestehungskosten einer Halben ohne Berücksichtigung der Investitionen und der Arbeit 3,50 Schilling betragen. Die gesamte Anlage inklusive Container hat ca. 80.000 Schilling gekostet.

 

Am 27.5.2006 kehre ich erneut beim 2-fachen Vizestaatsmeister der Kleinbrauer ein und werden wir von Franz sehr herzlich bewirtet. Ich verkoste mit meinem Begleiter Badewannenbraumeister Eibensteiner das Pils nach dem Staatsmeister-Rezept, das uns beiden ausgezeichnet schmeckt. Weiters verkosten wir ein im Vorjahr gebrautes Festbier mit 6,4 Vol % Alk., das noch immer sehr gut schmeckt. Als Spezialität kredenzt uns Franz ein Bockbier mit 7,5 Vol. % Alk., bei dem er dem Sud von 120 Litern neben 25 kg Malz auch 5 kg Mühlviertler Honig beigemengt hat. Aufgrund dieser starken Biere waren wir froh, dass uns unsere Chauffeurin Erika gut heimgebracht hat.  Zuletzt hat Franz noch ein Pils vom Zwicklhahn gezapft, das erst eine Woche gegärt hat.

 

 

In diesem Container braut Franz seine ausgezeichneten Biere.

Die Brauanlage ist technisch voll ausgereift.

Gleich nach der Ankunft verkosten wir das Pils.

 

Franz zapft vom Zwicklhahn.