DiRi Bräu: Karl Dirnberger und Ernst Ribisch, Linz Urfahr

Am 7.5.2004 werde ich gemeinsam mit den Heimbrauern Eibensteiner und Trummer sowie Floriani Brauer Rudi Kölbl zu einer Besichtigung der DiRi Brauerei eingeladen. Karl Dirnberger und sein Schwager Ernst Ribisch haben in der ehemaligen Waschküche im Keller die Brauerei und ein kleines Verkostungsstüberl eingerichtet. Seit Feber 2002 werden an der Stelle des alten Waschkessels in einer propangasbefeuerten Sudpfanne 55 l pro Sud gebraut. Die alte kupferne Abzughaube des Waschkessels wurde wieder angebracht, sodass die Brauerei urig ausschaut. Abgeläutert wird mit einem Läutersack aus Trevira-Gewebe. Zu erwähnen ist auch die Schrotmühle, die mit einem Kanalrohr erbaut wurde. Das Brauwasser wird von einem Brunnen im Haselgraben nahe der Speichermühle geholt. Verwendet werden Plohberger Malz und Mühlviertler Hopfenperle, wobei die Hopfengabe „nach Gefühl“ erfolgt bzw. nur hin und wieder ein Messbecher eingesetzt wird. Laut Gefühl wird das Bier aber sehr hopfig eingebraut, „damit es den Frauen nicht schmeckt und diese daher nicht zuviel trinken“. Die Gärung und Lagerung erfolgt in Kühlschränken und wird das Bier mittels Leitung direkt vom im Kühlschrank stehenden Fass zur Schankanlage mit Gläserdusche ins Stüberl geleitet. Abgefüllt wird auch in Flaschen, die nur mit Wasser gereinigt und in einem Ofen sterilisiert werden. Die beiden Brauer haben sich die ersten Anregungen vom Floriani Bräu Kölbl geholt und verkosten wir unter Anwesenheit des Lehrmeisters Kölbl den 25. Sud. Da das Bier sehr hopfenbetont ist, trifft es voll meinen Geschmack und möchte ich den beiden Brauern zu ihrem Bräu sehr herzlich gratulieren.

Am 30.April 2009 werde ich erneut eingeladen und wurde die Brauerei zwischenzeitig aufgerüstet. Aus Sicherheitsgründen wurde eine E-Winde angeschafft und ist die Brauerei nun Ein-Mann-gerecht. Weiters wird wegen der Oberflächenvergrößerung ein neues Läutersieb verwendet und eine Kühlschlange, die auf einen Fasskragen geschweißt wurde. Gebraut werden ein Pils, ein stärker gehopftes Herren-Pils und ein Märzen. Ich darf die Sude Nr. 95 und 96 verkosten, darunter zum Schluss als Spezialität ein PEPERIDI (Peperoni Ribisch Dirnberger). Leider wird das süffige Bier nur für den Haustrunk gebraut, dies vor allem, da das DiRi Bräu die nächstgelegene Brauerei zu meinem Wohnsitz ist.

Karl Dirnberger und Ernst Ribisch in der Waschküche.

Auch den Heimbraueren Rudi Trummer und Ernst Eibensteiner mundet das DiRi Bier sehr.

Karl mit dem Läutersack.

Das neue Läutersieb und die Kühlschlange.