Wirtshausbrauerei Haselböck: 3662 Münichreith am Ostrong Nr.3 (Nähe Maria Taferl)

Am 27.6.2004 radle ich nach einer Wachautour auf den Ostrong, um im neuen kürzlich eröffneten Bierstadl von Paul Haselböck wieder einmal die Bierspezialitäten des Haselbräu zu verkosten. Die Anfahrt per Fahrrad ist äußerst schweißtreibend, da es 9 km nur steil bergauf geht und muss man sich die Biere hier wirklich verdienen. Die Biere von Paul sind es aber wert, eine solche Strapaze auf sich zu nehmen. Der 1922 erbaute Heustadel wurde auf einen Bierstadel umgebaut und sind noch die aus Schneeholz handgehackten 14 m langen Trame vorhanden. Paul ist sehr experimentierfreudig und gibt es auch diesmal viele besondere Spezialbiere. Ich verkoste zuerst ein Helles, das meinen Radfahrerdurst sofort löscht und danach ein Weizen, das etwas weniger Kohlensäure hat und ich daher schnell trinken kann. Weiters zapft mir Paul ein Granitbier, das sich als Dunkles herausstellt, nicht süß ist und mir ausgezeichnet mundet. Eine absolute Spezialität ist das „Rote Sonnwendbier“, bei dem ein 1/2 Liter entsaftete Rauna dem Fass beigegeben wird. Aus der Gaststube holt mir Paul auch noch zum Verkosten ein Caramel (bräunlich) und ein schwarzes Roggenbier, die ebenfalls sehr munden. Die Verkostung des Weizenbock muss ich leider ablehnen, da ich nächsten Tag wieder radeln wollte. Laut Auskunft des im Stadel anwesenden Nachbars braut Paul viele Sorten Böcke, da dies der Name Haselböck verpflichtet. Das Bier wird auf einer LABU-Anlage gebraut, in Tanks gelagert und in 20 l Fässer abgefüllt. Ich werde von Paul und seiner Frau Waltraud sehr herzlich bewirtet und kann ich eine Einkehr und Übernachtung sehr empfehlen. Paul ist sicher einer der innovativsten Kleinbrauer Österreichs, die ich kenne und der wirklich mit Leidenschaft und Liebe Bier braut.

www.wirtshausbrauerei.at

Paul zapft mir die gesamte Palette seiner ausgezeichneten Biere im neuen Bierstadel.

Paul im Sudhaus.

Paul sitzt vor dem mit "Hellem" gefüllten Gärtank.

Das süffige Granitbier.